{"id":413,"date":"2019-11-17T17:21:14","date_gmt":"2019-11-17T17:21:14","guid":{"rendered":"http:\/\/scoo-cham.de\/?page_id=413"},"modified":"2019-11-21T19:29:40","modified_gmt":"2019-11-21T19:29:40","slug":"unesco-kulturerbe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/scoo-cham.de\/?page_id=413","title":{"rendered":"UNESCO-Kulturerbe"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">  Das Sch\u00fctzenwesen in Deutschland<\/h2>\n\n\n\n<p> Seit 2015 im bundesweiten Verzeichnis f\u00fcr das Immaterielle Kulturerbe  <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"http:\/\/scoo-cham.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kompanie-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-415\" srcset=\"https:\/\/scoo-cham.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kompanie-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/scoo-cham.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kompanie-300x200.jpg 300w, https:\/\/scoo-cham.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kompanie-768x512.jpg 768w, https:\/\/scoo-cham.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kompanie-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/scoo-cham.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kompanie-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/scoo-cham.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/Kompanie-360x240.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Gelebte Brauchtumspflege: Die \u201eHist. Kgl. Bayr. Sch\u00fctzencompagnie  Waldm\u00fcnchen\u201c steht zum Beispiel in der Tradition der historischen  B\u00fcrger- und Landwehren in Bayern. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><br><br> Die Urspr\u00fcnge des bayerischen Sch\u00fctzenwesens liegen im Mittelalter durch  Aufstellung eines Landaufgebotes aus B\u00fcrgern und Bauern. Um Bayern vor  \u201emutwilligem Einzug und Beschedigungen\u201c zu verteidigen, wurden Anfang  des 16. Jahrhunderts B\u00fcrger und Bauern gemustert und zu Wehrmannschaften  aufgestellt. Der Wehr- und Verteidigungscharakter stand somit im  Vordergrund. Anfang des 17. Jahrhunderts erneuerte Herzog Maximilian die  sogenannte Landesdefension, wobei die entstandenen \u201eLandfahnen\u201c  ebenfalls die Aufgabe hatten, die Heimat zu sch\u00fctzen. Teilweise waren Landesdefensionen auch eigenst\u00e4ndig aktiv. So erhob  sich die bayerische Landesdefension 1705\/06 in einem blutig  niedergeschlagenen Aufstand \u2013 der Bayerischen Volkserhebung \u2013 gegen die  habsburgische Besatzungsmacht.<br><br> Auch heute noch symbolisieren Sch\u00fctzen die Bereitschaft \u201ezur  Verteidigung der G\u00fcter der Volkskultur\u201c, wenngleich mehr im \u00fcbertragenen  Sinne. Ein Sch\u00fctzenverein und ein Sch\u00fctzenfest mit Gottesdienst und  Umzug geh\u00f6ren \u2013 wie das Wirtshaus \u2013 in nahezu jedes bayerische Dorf. Das  Sch\u00fctzenwesen ist vielerorts ein wichtiger, historisch gewachsener und  lebendiger Teil der regionalen wie lokalen Identit\u00e4t. Es umfasst eine  gro\u00dfe Anzahl von Br\u00e4uchen und Traditionen, die in ganz Deutschland in  zahlreichen unterschiedlichen Erscheinungsformen verbreitet sind.<br><br> Das Sch\u00fctzenwesen in Deutschland wurde 2015 von der Deutschen  UNESCO-Kommision in das bundesweite Verzeichnis f\u00fcr das Immaterielle  Kulturerbe aufgenommen.<br> Das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes zeigt  exemplarisch, welche lebendigen kulturellen Traditionen und  Ausdrucksformen in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden. Es  w\u00fcrdigt kreative und inklusive immaterielle Kulturformen und deren  reichen Schatz an Erfahrungswissen. Immaterielles Kulturerbe wird durch  das Engagement seiner Tr\u00e4gergemeinschaften lebendig gehalten,  weitergegeben und weiterentwickelt. Tr\u00e4ger Immateriellen Kulturerbes  wenden ihr Wissen und K\u00f6nnen praktisch an und geben es von Generation zu  Generation weiter.<br><br> Das Sch\u00fctzenwesen in Deutschland reicht von den stark christlich  gepr\u00e4gten Bruderschaften im rheinischen-westf\u00e4lischen Bereich \u00fcber weltliche, zum Teil streng traditionell gelebte Br\u00e4uche im \u00f6stlichen  Deutschland und die eher b\u00fcrgerlich-republikanisch veranlagten Gepflogenheiten der Vereine in den fr\u00fcheren Freien Reichs- und  Hansest\u00e4dten bis hin zu den folkloristisch-fr\u00f6hlichen Traditionen der s\u00fcddeutschen Sch\u00fctzengesellschaften.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"> Die K\u00f6nigsw\u00fcrde ist eine gro\u00dfe Ehre <\/h3>\n\n\n\n<p> Das Sch\u00fctzenwesen hat im Laufe seiner Geschichte immer wieder auf  Ver\u00e4nderungen der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen\u00a0 reagiert und  sich enorm ausdifferenziert.<br> Der alte Brauch wird heute in der Regel im Rahmen einer  Vereinszugeh\u00f6rigkeit von Menschen jeden Alters und Geschlechts  unabh\u00e4ngig von religi\u00f6sem Bekenntnis, Herkunft oder auch Behinderung  ausge\u00fcbt. Es gibt vielf\u00e4ltige Ma\u00dfnahmen zur Weitergabe der Tradition, unterschiedliche Formen der Jugendarbeit und eine aktive Pflege nationaler und internationaler Verbindungen.<br><\/p>\n\n\n\n<p>Bekanntester und wesentlicher Ausdruck des Sch\u00fctzenwesens ist das  Sch\u00fctzenfest, das mit vielf\u00e4ltigen \u00f6rtlich unterschiedlichen Br\u00e4uchen  gefeiert wird. Im Zentrum steht oftmals der durch das K\u00f6nigsschie\u00dfen  ermittelte Sch\u00fctzenk\u00f6nig\u00a0 mit seiner Sch\u00fctzenliesl. Als sichtbares  Zeichen der K\u00f6nigsw\u00fcrde, tr\u00e4gt der Sch\u00fctzenk\u00f6nig eine K\u00f6nigskette. Bei  Umz\u00fcgen und Paraden begleiten uniformierten Sch\u00fctzen die Majest\u00e4ten. Die  Sch\u00fctzinnen und Sch\u00fctzen eines Vereins oder einer Bruderschaft treten  in einheitlicher Sch\u00fctzentracht auf, tragen ihre Sch\u00fctzenorden und -abzeichen und verf\u00fcgen \u00fcber eine Fahne \u2013  um die sich wiederum diverse Br\u00e4uche gruppieren. Jedes Sch\u00fctzenfest hat  lokal hergebrachte Rituale und Br\u00e4uche und unterschiedliche Abl\u00e4ufe.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Auch die dabei genutzten Utensilien unterscheiden sich lokal und  regional. \u00dcber dieses Ereignis im Jahr hinaus pr\u00e4gen gerade in\u00a0  kleineren Orten die ortsbezogenen Br\u00e4uche der Sch\u00fctzenvereinigungen das  soziale und kulturelle Gemeinschaftsleben, so dass die Sch\u00fctzentradition  das ganze Jahr wahrnehmbar ist und gelebt wird. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Sch\u00fctzenwesen in Deutschland Seit 2015 im bundesweiten Verzeichnis f\u00fcr das Immaterielle Kulturerbe Die Urspr\u00fcnge des bayerischen Sch\u00fctzenwesens liegen im Mittelalter durch Aufstellung eines Landaufgebotes aus B\u00fcrgern und Bauern. 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